Ernährung | Landwirtschaft

Dienstag, 28. Juni 2011
Happach-Kasan: EHEC-Rettungsfonds bei Bedarf aufstocken

Zu den geplanten Entschädigungen für Gartenbaubetriebe im Zuge der EHEC-Epidemie erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Gartenbaubetriebe sollen mindestens die Hälfte ihrer Ertragsausfälle ersetzt bekommen. Am 11. Juli ist der Stichtag für Schadensmeldungen. Wenn die Entschädigungsforderungen an diesem Stichtag so hoch ausfallen, dass nicht alle Gartenbaubetriebe 50 Prozent ihrer Ausfälle ersetzt bekommen können, muss der EHEC-Rettungsfonds mit EU-Mitteln  aufgestockt werden. Die Bundesregierung sollte sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass der Rettungsfonds nicht gedeckelt wird. Landwirte, die einwandfreies Gemüse hergestellt haben, sind durch die offiziellen Verzehrwarnungen geschädigt worden. Wir dürfen diese Landwirte nicht im Regen stehen lassen.
Auch Betriebe, die Rucola und Feldsalat vernichten mussten, sollten in die Entschädigungszahlungen mit einbezogen werden. Sie sind wie auch andere Gartenbaubetriebe direkt von den Auswirkungen der EHEC-Epidemie betroffen. Bisher können Schäden an Rucola und Feldsalat nicht geltend gemacht werden. In Spanien hingegen werden auch Ausfälle bei Zucchini und Paprika berücksichtigt. Die Einbeziehung von Feldsalat und Rucola sollte bei uns deshalb kein Problem darstellen.

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