NaWaRo / Wald

Donnerstag, 5. August 2004
Leserbrief zum Beitrag von Wolfgang Büttner

Das Gebiet südlich des Großen Küchensees gehört zu den schönsten Ausflugzielen in Ratzeburgs naher Umgebung. Die Landschaft zeigt die Spuren der letzten Eiszeit, Wiesen und Wälder sind naturnah, jede Wanderung dort ist ein Naturerlebnis. Mir ist die Region seit meiner Schulzeit vertraut, als wir auf dem St. Georgsberg wohnten. Dieses Gebiet durch den Bau einer Straße zu zerschneiden und damit zu zerstören ist Frevel. Ich teile nicht die Einschätzung, dass die Länge einer Straße ein Maß für die Schädigung der Umwelt ist. Jeder Eingriff in naturnahe Landschaft - und der Neubau einer Straße ist ein Eingriff - schädigt die Natur mehr als ein Eingriff in gewerblich oder landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Jede Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur in unserer Region muss die Interessen der Menschen und den Erhalt der Natur berücksichtigen. Mit der Fertigstellung der A 20 wird eine erste Entlastung für Ratzeburg für den aus dem Norden kommenden Verkehr bewirkt. Die Möllntrasse mit Ortsumgehung für Schmilau kann den aus dem Süden kommenden Verkehr aufnehmen und nach Osten führen. Die letzten Verkehrszählungen haben gezeigt, dass inzwischen der Norden Möllns und Schmilau durch diesen Verkehr belastet werden. Es ist völlig unverständlich, warum die Schmilauer Gemeindevertretung mit ihrer Zustimmung zur Mitteltrasse die unnötige Belastung der Gemeinde durch zusätzlichen Verkehr und die Zerstörung ihres Naherholungsgebiets unterstützt. Für eine Umgehung Schmilaus sind Linienführungen möglich, die die Interessen des Erdbeerhofs wie die von Kulturbahnhof und Reiterhof berücksichtigen. Ich bezweifele sehr, dass die Mitteltrasse und damit eine weitere Straße durch den landschaftlich schönen Westen Schmilaus, die Attraktivität von Kulturbahnhof und Reiterhof fördern. Keine dieser Maßnahmen wird es Ratzeburg ersparen zur Entspannung der Verkehrssituation auf der Insel, endlich den Verkehr in Einbahnstraßen um den Marktplatz herumzuführen und so durch Trennung von Fußgänger- und Autoverkehr den Verkehrsfluss zu steigern. Immer wenn der Marktplatz gesperrt ist, erleben wir alle die wohltuende Wirkung dieser Regelung. Die Zerstörung eines unserer letzten Paradiese, des Gebiets zwischen Schmilau und dem Küchensee, wird dagegen die Ratzeburger Insel nicht entlasten.

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