Ernährung | Landwirtschaft

Freitag, 10. Juni 2011
Happach-Kasan: Elektronisches Meldeverfahren für meldepflichtige Erkrankungen einrichten


Zur Aufhebung der Verzehrwarnung für Gurken, Tomaten und Salat erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Die EHEC-Epidemie schwächt sich ab. Der Verdacht, dass Sprossen aus einem niedersächsischen Biobetrieb die Infektionsquelle waren, hat sich erhärtet. Es ist deshalb richtig die Verzehrwarnung aufzuheben, auch ohne den Erreger im Betrieb nachgewiesen zu haben. Es besteht kein Grund mehr, auf frische Salate, Gurken und Tomaten zu verzichten. Davon ausgenommen sind allerdings Sprossen. Die allgemeinen Hygienevorschriften sollten selbstverständlich weiter beachtet werden.

Wir müssen darüber nachdenken, wie künftig solche Krisen besser gemanagt werden. Das Entstehen einer Epidemie muss frühzeitig entdeckt werden, weil dies die Ermittlung der Ursache erleichtert. Wenn Krankenhäuser heute Erkrankungen wie eine EHEC-Infektion melden, dann tun sie das noch per Postkarte. Diese Schneckenpost sollte durch ein elektronisches Meldeverfahren ersetzt und Landes- und Bundesbehörden parallel informiert werden. So lassen sich entsprechende Meldungen zügig bewerten. Das ist entscheidend für eine angemessene Reaktion.

Die parallelen Strukturen für Fragen der Gesundheit und der Ernährungssicherheit haben die Suche nach der Infektionsquelle nicht behindert. Es macht keinen Sinn eine Superbehörde zu schaffen, die alle Kompetenzen auf sich vereint. Größe macht schwerfällig, wir aber brauchen zügige Informationen und Reaktionen. Die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kreisen muss sich verbessern. Es besteht aber kein Grund den Föderalismus grundsätzlich in Frage zu stellen.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema