Ernährung

Dienstag, 10. Mai 2011
Happach-Kasan: Verbraucherorganisationen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden


"Unsere Lebensmittel sind von sehr guter Qualität. Die Ergebnisse des Lebensmittelmonitorings zeigen das in jedem Jahr von Neuem." Das unterstrich die Sprecherin für Ernährung der FDP-Bundestagsfraktion während ihres Vortrags vor dem Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK). "Trotzdem sind viele Menschen verunsichert. Politik und Verbraucherschutzorganisationen sollten gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Öffentlichkeit Risiken richtig einschätzen kann.

Es herrscht ein bemerkenswertes Ungleichgewicht bei der Wahrnehmung von Risiken. Der Tod von sieben Menschen, die sich nach dem Verzehr von Käse eine Listerien-Infektion zugezogen hatten, fand in den Medien kaum Widerhall. Die gesundheitlich an sich harmlosen Dioxinfunde Anfang des Jahres hingegen haben in der Berichterstattung hohe Wellen geschlagen. Ein sachgerechtes Risikobewusstsein liegt im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher. Es ist nicht sinnvoll, das Hauptaugenmerk auf die Vermeidung von Pflanzenschutzmitteln und Gentechnik zu legen während die wirklichen Risiken wie die Kontamination von Lebensmitteln mit Bakterien außer Acht gelassen werden. Die Politik muss für eine sachgerechte Verbraucherinformation die geeigneten Instrumente zur Verfügung stellen. In der Verantwortung stehen insbesondere auch die Verbraucherorganisationen, gerade weil ihnen die Verbraucher laut einer EFSA-Umfrage ein sehr hohes Vertrauen entgegen bringen. Dieser Verantwortung müssen sie gerecht werden, indem sie Risiken realistisch bewerten statt Ängste zu schüren.

Die Politik muss die Rahmenbedingungen für eine angemessene öffentliche Wahrnehmung schaffen. Deshalb lehnt die FDP den produktbezogenen Teil des Portals "Klarheit und Wahrheit" ab und sieht sich darin insbesondere vom BOGK unterstützt. Wir setzen uns zudem dafür ein, die Nulltoleranz für nicht zugelassene, gentechnisch veränderte Organismen (GVO) bei Lebensmitteln abzuschaffen. Webseite und Nulltoleranz tragen nicht zur Verbrauchersicherheit bei, sondern diskreditieren Unternehmen und verursachen hohen Kosten, denen kein Nutzen gegenübersteht. Wir wollen Rechtssicherheit für Unternehmen und keine Verunsicherung der Verbraucher.

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