NaWaRo / Wald

Donnerstag, 5. Mai 2011
Happach-Kasan: Abkommen gegen illegalen Holzeinschlag wichtig für den Erhalt der Urwälder

Zum Abkommen gegen illegalen Holzeinschlag zwischen Indonesien und der Europäischen Union erklärt die Sprecherin für Ernährung und  Landwirtschaft, Dr. Christel Happach-Kasan Berlin, 05.05.2011. Das Abkommen zwischen EU und Indonesien gegen illegalen Holzeinschlag ist ein wichtiger und großer Schritt für einen besseren Schutz der Urwälder. Ab 2013 wird es ein Zertifizierungssystem für legal geschlagenes Holz geben. Durch das Abkommen können Importeure und Hersteller bald leichter erkennen, ob das Holz legal geschlagen wurde. Die EU wird damit ihrer besonderen Verantwortung gerecht, dass von uns genutztes Holz nur aus legaler und selbstverständlich auch nachhaltiger Bewirtschaftung von Wäldern stammt. Auch in Indonesien ist das Interesse groß, gemeinsam an einem Zertifizierungssystem zu arbeiten. Davon konnte ich mich bei persönlichen Gesprächen im indonesischen Forstministerium während meiner Reise als Mitglied der Delegation von Staatssekretär Peter Bleser überzeugen. Deutschland gehört wie China, die USA und Japan zu den großen Holzimportländern. Die EU hat im Jahr 2006 etwa ein Drittel ihres Rohholzes aus Drittstaaten importiert. In Europa dürfen wir uns aber nicht allein auf die Zertifizierung verlassen. Wir brauchen ein zuverlässiges Verfahren, um die Herkunftsregion des Holzes nachweisen zu können. Der genetische Fingerabdruck für Holz ist ein solches Verfahren, an dem in Deutschland intensiv geforscht wird. Wir brauchen die Urwälder für die Menschen vor Ort, die Sicherung ihres Lebensunterhalts, für den Schutz des Klimas, den Erhalt der Wasserreserven und insbesondere den Erhalt der Artenvielfalt. Artenvielfalt sichert biologische Informationen. Mit dem Verlust der artenreichen Urwälder sinkt nicht nur die Fähigkeit, Kohlenstoffdioxid zu binden, auch die einzigartige Biodiversität wird zerstört.

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