Fischerei

Montag, 7. März 2011
Happach-Kasan: Ich bin stolz darauf, die erste Freie Elbfischerin zu sein

Zur morgigen Verleihung des Titels „Freie Elbfischerin” durch die Gemeinschaftsinitiative Elbfischerei sagt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:
 
Ich freue mich und bin stolz darauf, den Titel Freie Elbfischerin verliehen zu bekommen. Ich sehe es als meine Aufgabe an, die Aufmerksamkeit von der Artenvielfalt über Wasser auch auf die Artenvielfalt unter Wasser zu lenken. Der Aal in der Elbe und der Fisch des Jahres, die Äsche, sind genauso schützenswert wie der Juchtenkäfer in Stuttgart. Leider gibt es hier nach wie vor ein Ungleichgewicht in Engagement und Wahrnehmung, gerade auch durch viele Umwelt- und Tierschutzverbände. Der Titel Freie Elbfischerin ermutigt mich, auch künftig Fürsprecherin für Fischerei und Fisch gleichermaßen zu sein.
 
Hindernisse in deutschen wie europäischen Flüssen wie zum Beispiel Wehre, Stau- oder Wasserkraftanlagen müssen abgebaut oder Fischwanderungen müssen durch Umläufe und Fischtreppen ermöglicht werden. Viele Fischarten leben getrennt von ihren Laichgebieten und brauchen zu ihrer Vermehrung freie Fließgewässer, die sie durchwandern können. Dazu gehört der Aal, aber auch die durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie besonders geschützten Arten: Maifisch, Nordseeschnäpel, Flussneunauge, Meeresneunauge und der Stör. Die Fischtreppe bei Geesthacht, mit der Fische die Staustufe umgehen können, ist ein gelungenes und beispielhaftes Projekt für den Artenschutz.
 
Um die natürlichen Bestände in Flüssen und Meeren zu schützen und zu schonen, sollten wir zudem die Teich- und Fischereiwirtschaft stärker fördern und Aquakulturanlagen ermöglichen. Zu strenge und uneinheitliche Umweltauflagen behindern heute die Produktion von Fisch in Aquakulturanlagen. Es dient nicht der Artenvielfalt, sich stark vermehrende Fischjäger wie den Kormoran zu schützen. Er hat sein Brutgebiet längst über sein früheres Verbreitungsgebiet hinaus ausgebreitet und bedroht den Bestand heimischer Fischarten wie der Äsche. So wie der Bestand von Reh- und Schwarzwild reguliert werden muss, so ist ebenfalls eine Regulierung des Kormorans erforderlich. Sein großer Hunger bedroht Fischbestände in Flüssen und Zuchtanlagen gleichermaßen und treibt damit auch viele Fischer in den wirtschaftlichen Ruin. Wir brauchen deshalb ein europäisches Kormoranmanagement.

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