Grüne Gentechnik | Landwirtschaft

Mittwoch, 23. Februar 2011
Happach-Kasan: Rechtssicherheit bei Umsetzung der Nulltoleranz geschaffen


Zur Entscheidung des ständigen Ausschusses, einen technischen Grenzwert für bisher nicht-zugelassene genetisch veränderter Pflanzen in Futtermittelimporten einzuführen, erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Die Entscheidung des ständigen Ausschusses, einen technischen Grenzwert für bisher nicht-zugelassene genetisch veränderter Pflanzen in Futtermittelimporten einzuführen, ist richtig. Damit wird die praktische Umsetzung der Nulltoleranz, wie sie in einigen Ländern wie Österreich bereits üblich ist, für die ganze EU eingeführt. Dies trägt zu mehr Rechtssicherheit bei und entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher von Kosten, denen kein Nutzen gegenübersteht. Diesem ersten Schritt müssen jedoch weitere folgen. Wir brauchen die Einführung eines echten Schwellenwertes nicht nur für Futtermittel, sondern auch für Lebensmittel und Saatgut. Lebens- und Futtermittel werden aus dem selben Rohstoffen produziert. Deswegen sind unterschiedliche Verfahren zur Umsetzung der Nulltoleranz auf Dauer nicht praktikabel. So sind in allen drei Bereichen durch die Nulltoleranzregelung für die deutsche Wirtschaft erhebliche Nachteile entstanden. Derzeit werden weltweit gentechnisch veränderte Pflanzen auf 148 Millionen Hektar von über 15 Millionen Landwirten angebaut. Deutschland importiert über 50 Millionen Tonnen Futtermittel, von denen die Hälfte von gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Im Jahr 2010 sind zehn Prozent mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut worden, als im Vorjahr.

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