NaWaRo / Wald

Freitag, 11. Februar 2011
Happach-Kasan: Waldstrategie auf gutem Weg

Berlin, 11.02.2011. Zu den Ergebnissen eines FDP-Fachgespräches über den Entwurf der „Waldstrategie 2020” erklärt die Expertin für Forstpolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN:

Unsere heimischen Wälder stehen vor großen Herausforderungen. Das Leitbild einer multifunktionalen, nachhaltigen und naturverträglichen Waldbewirtschaftung wird schon heute von den allermeisten Waldbesitzern umgesetzt. Der Entwurf der „Waldstrategie 2020” zeigt nun, wie die Waldpolitik in Zukunft aussehen kann. Auch wenn über Details noch gesprochen werden muss: Die FDP will eine ausgewogene Balance zwischen den vielfältigen Anforderungen.                                                                    Teilnehmer des Fachgesprächs Schutz und verantwortliches Nutzen des Lebensraumes Wald sind gemeinsam möglich. Die Waldstrategie ist damit auf einem guten Weg. Die Waldstrategie 2020 kann ein wichtiger Baustein werden, um unsere Wälder für die Zukunft aufzustellen. Der Wald ist einerseits ein bedeutendes, schutzwürdiges Ökosystem, das zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Heimat bietet. Andererseits stellt der Wald große Mengen des wichtigsten nachwachsenden Rohstoffes Holz bereit, von dessen Nutzung über eine Million Arbeitsplätze im Cluster Forst und Holz abhängen. Er trägt bedeutend zum Klimaschutz, zur Speicherung von CO2, zum Grundwasserschutz bei und bietet uns einen abwechslungsreichen Erholungsraum.

Die Ansprüche an den Wald sind sehr vielfältig. In der Waldstrategie müssen die bestehenden unterschiedlichen Zielvorstellungen zum Ausgleich gebracht werden. Der Waldbau muss daher sowohl auf den Erhalt natürlicher Waldgesellschaften als auch auf die Nutzungsansprüche der Gesellschaft an verschiedenen Holzarten ausgerichtet werden. Der unter dem Gesichtspunkt der Biodiversität akzeptable Anteil standortheimischer Baumarten muss festgelegt werden. Es besteht noch erheblicher Forschungsbedarf, um die Wälder an den Klimawandel anzupassen. Um diese Leistung auch zukünftig gewährleisten zu können, bedarf es gut ausgebildeter und angemessen bezahlter Forstleute. Zudem ist es unabdingbar, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis einfließen zu lassen

Wir wollen einen effizienten Naturschutz. Die FDP will, dass Deutschland seiner Verantwortung beim Buchenwaldschutz gerecht wird. Der in der vergangenen Legislaturperiode vereinbarte Nutzungsverzicht auf fünf Prozent der nationalen Waldfläche darf nicht ausgeweitet werden. Eine Erhöhung der Prozentzahl ist nicht erforderlich, da auch auf genutzten Flächen Biodiversitätsziele erreicht werden können. Gleichzeitig müssen Waldflächen, aus denen Urwälder entstehen sollen, sowie „Hot Spots” der Biodiversität nach fachlichen Kriterien festgelegt werden, damit diese Flächen auch wirklich die Biodiversität stärken.

Der Wald ist eine Kohlenstoffsenke und trägt zur Speicherung von Kohlenstoffdioxid bei. Deswegen haben wir uns immer dafür eingesetzt, dass Waldbesitzer am Zertifikatehandel zu beteiligen sind.

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