Grüne Gentechnik

Freitag, 21. Januar 2011
Rot-rot-grün untergräbt Wissenschaftsstandort NRW

Rot-rot-grün untergräbt Wissenschaftsstandort NRW Berlin, 21.01.2011. Zur Entscheidung der rot-rot-grünen Mehrheit im Nordrhein-Westfalen, das Land zur gentechnikfreien Region in Europa zu erklären, erklärt die Gentechnik -Expertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN:
Die Entscheidung der rot-rot-grünen Bedenkenträger im nordrhein-westfälischen Landtag, das Land zur gentechnikfreien Region zu erklären, ist ein Signal des Rückschritts. Wieder einmal erweist sich die rot-rot-grüne Koalition als Totengräber einer wichtigen Zukunftsbranche. Gerade ein Bundesland im Umbruch von Kohle und Stahl hin zu Innovation und Wissensgesellschaft wie Nordrhein-Westfalen kann sich diese Fortschrittsverweigerung nicht erlauben. Durch den Beschluss verliert nicht nur die Landwirtschaft einen wichtigen Baustein ihrer Weiterentwicklung, auch der starke Biotechnologiesektor in NRW wird radikal ausgebremst.
In NRW gibt es eine große Tradition der biotechnologischen Forschung, insbesondere im Bereich der Grünen Gentechnik. Das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln hat die ersten Freilandversuche in Deutschland mit gentechnisch veränderten Petunien durchgeführt. Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule in Aachen zählt zu den besten Adressen Deutschlands im Bereich der Biosicherheitsforschung. In mehr als fünfzehn Jahren des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland, Europa und weltweit, wurde immer und immer wieder bewiesen, dass von gv-Pflanzen keine Gefahr ausgeht. Vielmehr bieten gv-Pflanzen ein enormes Potential zur Verminderung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und einer höheren Lebensmittelsicherheit, das von immer mehr Landwirten in immer mehr Ländern erkannt und genutzt wird. Eine verantwortliche Nutzung der Züchtungsmethode Gentechnik, begleitende Sicherheitsforschung und die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand sind gerade im Interesse Nordrhein-Westfalens. Andernfalls werden die Erzeugnisse anderswo angebaut und letztlich doch nach Deutschland und Europa importiert. So rechnet der Duisburger Hafen mit einem stark steigenden Handel mit brasilianischen Rohstoffen, darunter gv-Soja als Futtermittel, und will 1.7 Milliarden Euro investieren.

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