Grüne Gentechnik

Freitag, 7. Januar 2011
Happach-Kasan: Amflora-Anbaustopp ist Armutszeugnis für deutsche Dialogkultur

Zur Beendigung des Amflora-Anbaus in Mecklenburg-Vorpommern sagt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

Das Ende des Amflora-Anbaus ist ein Armutszeugnis für die Dialogkultur in Deutschland. Hier wird ein ökologisch und ökonomisch sinnvolles und vielversprechendes Projekt aufgegeben. Vorausgegangen waren Straftaten durch Gentechnik-Gegner - von Feldbesetzung bis Feldzerstörung . Protest ist legitim, die Rechte anderer zu beeinträchtigen ist es nicht. Es ist bedauerlich, dass die Gentechnik-Gegner zu keinem Zeitpunkt den Dialog, sondern ausschließlich die öffentlichkeitwirksame Aktion gesucht haben. Das wird dem wichtigen Thema Grüne Gentechnik nicht gerecht. Damit ist eine Chance vertan, ehrlich und offen über die Vorteile, aber auch über die Bedenken im Zusammenhang mit der Grünen Gentechnik zu sprechen.

Es ist zu befürchten, dass die Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik weiter ins Ausland abwandert  Damit bliebe das große Potential der Züchtungsmethode in Deutschland ungenutzt. Die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen verringert bereits heute den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und den Aufwand von Ressourcen wie Wasser und Land. Weltweit nimmt der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu. Die Qualität der so gezüchteten Sorten überzeugt eine steigende Zahl von Landwirten. Kleinbauern in Schwellenländern, wie beispielsweise in Indien, haben mit dem Anbau von gv-Pflanzen ihre Produktivität steigern und ihr Einkommen verbessern können. Deutschland hingegen droht die Gefahr, von internationaler Spitzenforschung abgekoppelt zu werden.

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