Ernährung

Dienstag, 4. Januar 2011
HAPPACH-KASAN: Lebensmittelsicherheit ist oberstes Gebot

BERLIN. Zu den Dioxin-Funden in Eiern erklärt die Sprecherin für Ernährungs- und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Angesichts des Umfangs der Dioxin-Funde in Eiern hat die christlich-liberale Koalition eine Sondersitzung des Agrarausschusses beantragt. Wir müssen auch im Deutschen Bundestag darüber diskutieren, wie wir den Verbraucherschutz verbessern können. Hierzu muss die aktuelle Situation genau analysiert werden, um vorhandene Schwachstellen zu identifizieren. Nur so können wir eine erneute Verunreinigung von Lebens- und Futtermitteln durch Giftstoffe zukünftig so gut wie möglich verhindern. Das sind wir den Verbrauchern schuldig.

Die Hersteller von Futtermitteln haben die Verantwortung, nur solche Rohstoffe zu verwenden, die für die Herstellung von Futtermitteln auch wirklich geeignet sind. Dies muss gegebenenfalls mit einer Rückstandskontrolle überprüft werden. Dioxine gehören zu den giftigsten Substanzen überhaupt und haben in Lebens- und Futtermitteln nichts zu suchen. Die Sicherheit unserer Lebensmittel hat höchste Priorität.

Dioxine können bei Verbrennungsprozessen entstehen. Durch eine sorgfältige Prozesskontrolle kann dies verhindert werden. Menschliches Versagen lässt sich nie zu 100 Prozent ausschließen, deswegen sind effiziente Kontrollen unerlässlich. Es ist die Aufgabe der Vollzugsbehörden, durch effiziente Kontrollen die Verbraucherinnen und Verbraucher bestmöglich vor Dioxinen zu schützen. Die kontrollierenden Stellen sind aufgerufen, mehr Sorgfalt walten zu lassen. Es ist abwegig, den Vorfall mit der Größe der tierhaltenden Betriebe in Beziehung zu setzen. Dies hat bereits der Dioxinfall im Frühjahr 2010 bei Bio-Eiern gezeigt. Auch damals hatte der Futtermittelhersteller auf eine Kontrolle eines Bestandteils seiner Futtermittel, es war Mais aus der Ukraine, verzichtet. Offensichtlich haben manche Futtermittelhersteller aus dem damaligen Vorfall nichts gelernt.

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