Ernährung

Mittwoch, 8. Dezember 2010
Happach-Kasan: Bessere Lebensmittelkennzeichnung auf dem Weg

Zu den Beschlüssen der EU-Verbraucherminister zur Lebensmittelkennzeichnung erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

In Zukunft werden Verbraucher leichter erkennen können, wie viel Zucker und Fett in Lebensmitteln steckt. Die Einigung der EU-Minister ist ein wichtiger Schritt für eine bessere Verbraucherinformation.

Die Entscheidung hat allerdings Licht und Schatten. Wichtig ist, dass es künftig im gesamten EU-Binnenmarkt mit seinen 27 Mitgliedsstaaten eine einheitliche Kennzeichnung geben wird. Richtig ist, dass die Lebensmittel-Ampel nun endgültig vom Tisch ist. Es ist unmöglich, eine für jede individuelle Lebensführung passende Bewertung vorzunehmen. Die Farben rot, gelb und grün hätten eine nur trügerische Entscheidungshilfe geboten.

Es ist jedoch bedauerlich, dass Analog-Käse und Klebe-Schinken nicht deutlicher als Imitate gekennzeichnet werden sollen. Hier wäre mehr Mut besser gewesen. Auch bei der Herkunftskennzeichnung für Fleisch ist der Sprung zu kurz geraten. Als Verbraucherin interessiert mich nicht so sehr, wo das Fleisch verpackt wurde, sondern wo das Tier aufgewachsen ist. Hier ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. Verhandlungen mit Kommission und Parlament stehen noch aus.

Gleichzeitig dürfen die Anstrengungen gegen Fettleibigkeit und Fehlernährung aber nicht bei einer verpflichtenden Kennzeichnung aufhören. Die Ursache vieler Wohlstandskrankheiten, zum Beispiel Diabetes Typ 2, ist zu wenig Bewegung. Treppe statt Fahrstuhl bringt mehr als der tägliche Blick auf die Kalorienangabe auf Verpackungen.

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