Grüne Gentechnik

Donnerstag, 2. Dezember 2010
Happach-Kasan/Reimers: Forscher im Kirchenauftrag raten zum Einsatz von grüner Gentechnik

Die grüne Gentechnik sei geeignet, zur Linderung der Armut und des Hungers in der Welt beizutragen - Zu diesem Schluss kommt eine Gruppe von Forschern im Auftrag der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften in Rom.

Gentechnologie könne Ertrag und Qualität der Nahrungsmittel erhöhen, den Ressourcenverbrauch senken und sei "weltweit dringend erforderlich, um die Nachhaltigkeit und Produktivität der Landwirtschaft zu erhöhen", so die Forscher in ihrem aktuell vorgestellten Studienband. Auf Einladung der päpstlichen Akademie waren im vergangenen Jahr international anerkannte Wissenschaftler zusammengekommen und hatten über die Anwendung der Pflanzenbiotechnologie beraten.

Die FDP teilt die Einschätzung und hofft auf eine Berücksichtigung der Studie, so Britta Reimers, Sprecherin für Agrarpolitik der FDP im EP: "Für die Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft ist die Grüne Biotechnologie ein wichtiges Instrument. Armut, Hunger, Mangelernährung, Wüstenbildung, Klimawandel erfordern Investitionen in die Landwirtschaft, in die Züchtung gentechnisch verbesserter Sorten. Eine Neuorientierung der katholischen Kirche kann einen Beitrag zu einem innovationsfreundlichen Klima in Deutschland und der Welt leisten."

Christel Happach-Kasan, agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion: "Die Nutzung des gentechnischen Züchtungsfortschritts verringert bereits heute den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und den Aufwand von Ressourcen wie Wasser und Land. Um den technologischen Fortschritt zu stärken und Arbeitsplätze in Deutschland zu halten, ist eine innovationsfreundliche Novelle des Gentechnikgesetzes und ein einheitlicher und wissenschaftsbasierter Zulassungsprozess von genetisch veränderten Organismen auf europäischer Ebene nötig. In Bayern lehnt die CSU die grüne Gentechnik als 'unzulässigen Eingriff in die Schöpfung' ab."

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