Ernährung

Freitag, 26. November 2010
Happach-Kasan: BSE-Vorschriften entrümpeln

Anlässlich des Fachgesprächs „Zehn Jahre BSE – welche Regelungen brauchen wir für eine hohe Lebensmittelsicherheit und welche Vorschriften sind überholt?“ der FDP-Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN:

Die Krankheit BSE ist besiegt. In diesem Jahr ist bisher kein einziger Fall aufgetreten. In den vergangenen beiden Jahr waren es lediglich jeweils zwei Fälle bei Tieren, die vor 2001 geboren wurden. Das gilt im Übrigen für alle jemals in Deutschland positiv getesteten Tieren. Dieser Erfolg ist auf die strengen gesetzgeberischen Maßnahmen zurück zu führen und zeigt mit welcher Sorgfalt die beteiligten Unternehmen die Maßnahmen durchgeführt haben.

Die Gefahr eines erneuten Ausbruchs der Seuche ist gering. Deswegen können wir nun die Regelungen kritisch hinterfragen und bestehende Überregulierungen abbauen, wenn dadurch der Verbraucherschutz nicht beeinträchtigt wird. Darin waren sich die Teilnehmer des Fachgesprächs einig. Die bereits durchgesetzte Anhebung des Testalters von Schlachttieren auf 48 Monate ist hierfür ein gutes Beispiel. Auch das Verwendungsverbot von Rinderdärmen beispielsweise zur Wurstherstellung sollte fallen. Heute werden Därme aus Südamerika importiert, die keinen strengen Tests unterworfen sind.

Insbesondere nationale Sonderregelungen müssen soweit es geht abgebaut werden. Sie benachteiligen die deutsche Landwirte gegenüber ihren europäischen Konkurrenten. Das gilt vor allem für die Frage des Verfütterungsverbots tierischer Fette an Wiederkäuer. Dies hat in der Kälbermast nach wie vor eine deutliche Benachteiligung deutscher Kälbermäster zur Folge. Der Wissenschaftlerstreit zwischen der EFSA und dem BfR wird auf dem Rücken der Bettriebe ausgetragen und muss beendet werden.

Die Fortschritte bei der Grundlagenforschung, der Diagnose und Eindämmung der Tierseuche BSE in den letzten zehn Jahren sind außerordentlich. Trotzdem sind weitere Anstrengungen notwendig. Angesichts der Tatsache, dass ähnliche Erkrankung natürlicherweise bei vielen Tierarten und beim Mensch auftreten, ist eine weitere substanzielle Forschungsförderung auf diesem Gebiet notwendig. Das gilt insbesondere für die Scrapie-Krankheit bei Schafen. Für eine weitere, intensive Forschung wird sich die FDP mit allem Nachdruck einsetzen.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema