Grüne Gentechnik

Mittwoch, 27. Oktober 2004
Nach Appell von Schröder müssen bei der grünen Gentechnik nun endlich Taten folgen

BERLIN. Zur Meldung 'Schröder fordert mehr Offenheit für Gentechnik' erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:



Erster Adressat für die Forderung von Bundeskanzler Schröder sind die rot-grüne Regierungskoalition und die grünen Minister Künast und Trittin, die mit ihrer Blockadepolitik gegen die Grüne Gentechnik verhindern, dass wir in Deutschland das Innovationspotential der Grünen Gentechnik nutzen können. Heute wird im Vermittlungsausschuss über den Einspruch des Bundesrates gegen das Gentechnikgesetz beraten. Die FDP hat die Einsetzung einer Arbeitsgruppe gefordert, um die schlimmsten Auswüchse des Gesetzes zu beseitigen. Die FDP fordert Bundeskanzler Schröder auf, von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen, seine Innovationsinitiative zu retten und die Verabschiedung des Gesetzes zu

stoppen. Die Appelle von Bundeskanzler Schröder müssen ungehört verhallen, da sein grüner Koalitionspartner in dieser Frage ein Gegner ist und gemeinsam mit Verbänden Angst gegen die Grüne Gentechnik schürt, während alle wissenschaftlichen Institutionen herausstellen, dass die Grüne Gentechnik eine wertvolle Methode ist, transgene Pflanzen gründlicher überprüft werden als andere. Bundeskanzler Schröder verspielt mit diesem Appell seine Glaubwürdigkeit, wenn jetzt keine Taten folgen.

Die Gesellschaft ist in ihrer Bewertung der Grünen Gentechnik im übrigen sehr viel weiter. Nach einer Umfrage von Dialego Market Research, die im Juni 2004 durchgeführt wurde und vom Handelsblatt in Auftrag gegeben worden war, glauben 60 Prozent der Befragten, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel ganz selbstverständlich bei uns auf dem Speiseplan stehen werden, 66 Prozent befürworten einen gentechnisch veränderten Joghurt, der präventiv gegen Darmkrebs wirkt und 40 Prozent würden auch gentechnisch verändertes Obst und Gemüse kaufen, wenn es haltbarer wäre.

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