Ernährung

Freitag, 15. Oktober 2010
HAPPACH-KASAN: Hunger in der Welt durch Forschung, Ausbildung und Innovationen lindern

BERLIN. Zum Welternährungstag am morgigen Samstag erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Vor zehn Jahren haben die Regierungen von 189 Staaten sieben Milleniumsziele miteinander vereinbart. Zu diesen Zielen gehört die Halbierung der Zahl der hungernden Menschen bis 2015. Tatsächlich sind in den vergangenen zehn Jahren keinerlei Fortschritte zu verzeichnen. Im Gegenteil: Die absolute Zahl der hungernden Menschen ist seither auf über eine Milliarde Menschen gestiegen.

Mit einer romantisierenden Museumslandwirtschaft, wie sie verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NGO) und der Weltagrarbericht fordern, helfen wir keinem Einzigen. Eine Verbesserung der Situation erreichen wir nur, wenn verstärkt in den agrarischen Sektor investiert wird. In den vergangenen zehn Jahren sind jedoch weltweit die Investitionen in die Landwirtschaft auf sehr niedrigem Niveau gehalten oder sogar gesenkt worden. Deutschland stellt sich mit seiner Politik der wirtschaftlichen Zusammenarbeit diesem Trend entgegen. Forschung und Ausbildung müssen gestärkt, die Agrartechnik muss weiter entwickelt werden.

Die Weltbevölkerung wächst stetig. Damit verringert sich die Ackerfläche, die für die Ernährung eines jeden Menschen zur Verfügung steht. Diese Entwicklung wird durch den Klimawandel verstärkt. Er trägt dazu bei, dass sich die nutzbare Ackerfläche verringert. Auch stehen Ackerflächen, die für die energetische Nutzung von Biomasse gebraucht werden, nicht für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund ist eine Steigerung der Effizienz der agrarischen Produktion unverzichtbar.

Für die Anpassung der Kulturpflanzen an den Klimawandel und die Verbesserung ihrer Eigenschaften für die Ernährung müssen geeignete Sorten gezüchtet werden. Für die Bekämpfung von Erblindung durch Mangelernährung in Afrika und Asien muss der Goldene Reis möglichst bald zur Verfügung gestellt werden. Das Beispiel Mongolei, wo noch immer Weizen in einer Zwei-Felder-Wirtschaft produziert wird, zeigt, dass erhebliche Potentiale der Steigerung der Erträge bestehen. Es ist dringend erforderlich, diese Potentiale durch verstärkte Investitionen in Forschung, Bildung und in die Agrartechnik jetzt endlich zu nutzen.

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