Ernährung

Donnerstag, 30. September 2010
Happach-Kasan: Fleisch gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu – Kindern keine Ernährungsideologie aufzwingen

Anlässlich des morgigen Welt-Vegetariertags sagt die Sprecherin für Ernährung der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Der Welt-Vegetariertag ist ein guter Anlass, über gesunde Ernährung nachzudenken. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören jedoch nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Fleisch und Fisch. Das menschliche Verdauungssystem ist auf den Verzehr von pflanzlichen und tierischen Produkten ausgelegt.

Es gibt Menschen, die sich dafür entscheiden, auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Das ist eine private Entscheidung. Beim Verzicht auf Fleisch muss aber darauf geachtet werden, dass kein Mangel an kritischen Nährstoffen wie Eisen, Kalzium, Vitamin B12, Vitamin D auftritt. Dies gilt insbesondere während der Schwangerschaft und in der Zeit des Stillens.
Auch Kinder haben gegenüber Erwachsenen einen deutlich erhöhten Bedarf an Eisen, Spurenelementen und Vitaminen. Sie sind keine kleinen Erwachsenen. Ärzte empfehlen deshalb vielfach, Kinder nicht vegetarisch zu ernähren, denn das Risiko einer Fehlernährung ist hoch. Es ist nicht gerechtfertigt, die gesunde Entwicklung von Kindern durch eine Ernährungsideologie zu gefährden.

Die nationale Verzehrstudie zeigt deutlich, dass der Anteil dicker Menschen an der Bevölkerung zunimmt. Ursächlich ist aber nicht nur das Essverhalten. Die Menschen bewegen sich zu wenig. Es gibt zahlreiche Initiativen, die diese Probleme aufgreifen. Die FDP unterstützt die Nährwertkennzeichnung, das Schulobstprogramm, den Ernährungsführerschein sowie Initiativen der Plattform Ernährung und Bewegung. Das Ernährungswissen von Kindern und Jugendlichen ist inzwischen deutlich besser als das ihrer Eltern.

Immer problematischer wird auch das Verhältnis zur Nahrung insgesamt. Die Anzahl der Menschen nimmt zu, die ein gestörtes Essverhalten wie zum Beispiel Bulimie oder Magersucht haben. Das ist besonders Besorgnis erregend bei Kindern und Jugendlichen, die noch in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklungsphase stecken. Ein entspanntes Verhältnis zum Essen ist wichtiger, als Grundsatzentscheidungen auf Fisch und Fleisch zu verzichten oder eben nicht.

Die FDP strebt eine Vereinfachung des Systems der Mehrwertsteuersätze an. Wir lehnen einen eigenen Mehrwertsteuersatz für Fleisch und Fisch ab.

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