NaWaRo / Wald

Freitag, 17. September 2010
Happach-Kasan trifft Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher zum Gespräch über die Lage der Holz- und Forstwirtschaft

Anlässlich eines Fachgesprächs mit der Arbeitsgemeinschaft der Rohholzverbraucher erklärt die Expertin für Forstpolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN:

Die zunehmende Nutzung des Rohstoffes Holz in der Bau- und Zellstoffindustrie, aber auch zur Energiegewinnung ist eine Erfolgsgeschichte. Die Kaskadennutzung des bedeutendsten heimischen Rohstoffes Holz muss aus ökologischer und volkswirtschaftlicher Sicht Vorrang haben. Nur so können Nutzungskonkurrenz und Ressourcenknappheit im wichtigen Cluster Holz und Forst vermieden werden. Die Erleichterung der Anlage von Kurzumtriebsplantagen und die Besserstellung von forstwirtschaftlichen Vereinigungen im novellierten Bundeswaldgesetz verbessern die Gewinnung von Energieholz und die verstärkte Aktivierung der brachliegenden Ressourcen in Privatwäldern.

Frau Dr. Happach-Kasan, sowie ihre Gäste Dr. Helmut Koschel und Dr. Denny Ohnesorge von der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher zeigten sich sehr skeptisch gegenüber der  von Umweltverbänden geforderten weiteren großflächigen Stilllegung von nachhaltig genutzten Waldflächen. Der Grundsatz „Schützen durch Nützen“ hat sich ökologisch und ökonomisch bewährt. Die Statistiken zeigen deutlich, dass das erfolgreiche Abschneiden des Wirtschaftsclusters Holz & Forst nur durch nachhaltige Forstwirtschaft erreicht wird. Die unreflektierte Flächenstilllegung führt letztlich zu einem erhöhten Import fremder Hölzer, deren Herkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft nur schwer überprüft werden kann. Insbesondere das von Umweltorganisationen hochgelobte FSC-Siegel hält nicht was es verspricht. Östlich der Oder in Polen gelten bereits viel laxere Regelungen als westlich der Oder in Brandenburg. Auch die Einführung des Siegels FSC-Mix lässt Verbraucherinnen und Verbraucher über die Herkunft des Holzes völlig im Dunkeln.

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