Grüne Gentechnik

Freitag, 12. September 2008
Abgeordnetenwatch-Frage zum Thema Grüne Gentechnik

Frage

Sehr geehrte Frau Dr. Happach-Kasan,

die FDP befürwortet nahezu uneingeschränkt die Grüne Gentechnik (GGT).
Ich bin entsetzt über die Blauäugigkeit dieser FDP-Position. Sie enthält ausschließlich wissenschaftlich unbewiesene, bisher unsichere, unerforschte Argumente / Behauptungen der Industrie.
Im Gegensatz zur FDP-Meinung erlaubt die GGT-Landwirtschaft bekanntlich keine Koexistenz zwischen dieser u. anderen Landwirtwirtschaftsarten, sie rottet in der Folge daher alle anderen Formen der Landwirtschaft aus: die konventionelle u. die Biolandwirtschaft. Die GGT schädigt auf Dauer die Natur (Lebensräume u. Arten), schädigt Nahrungs- u. Futtermittel, fördert die bodenzerstörende Intensivlandwirtschaft, führt die Landwirtschaft in den Ruin, führt uns alle in eine nicht rückholbare Abhängigkeit von der GGT-Industrie, schädigt die Gesundheit (u.a. Fortpflanzungsfähigkeit der Menschen u. der GVO-gefütterten Tiere), fördert den Hunger in der Welt, macht Angst u.a.m.. Die GGT widerspricht so dem GG u. dem EU-Vertrag. Eine Politik u. deren Personen, die den Anbau u. Vertrieb von GVO-Nahrungs- u. Futtermittel (auch für die Wildtier- u. Freiland-Fischfütterung, wodurch der gesamte Naturkreislauf involviert wird) duldet u. unterstützt – u. sei es nur deren Forschung – u. die unverantwortbare GGT faktisch zum Staatsziel erklärt, sind daher in unserem Lande u. auf EU-Ebene unerwünscht, nicht wählbar. Diese Art der Politik macht sich verdächtig, selbst in die Interessen der GGT-Industrie verstrickt zu sein.
Fragen:
1) Sind an die FDP aus der GGT-Industrie seit 1998 bis 8/2008 Parteispenden, auch anderweitige/verdeckte, eingegangen? Link?
2) Welche jährliche Spendenbeträge an die FDP sind seitdem unter 10.000 € eingegangen? Link?
3) Welche FDP-Mandatsträger (EU-Parl., Bundestag, Länder) sitzen aktuell oder in der Vergangenheit und wie lange in Aufsichtrats-Gremien oder in Fest- oder Teilanstellung der o.g. GGT-Industrie/Forschung?
4) Wo haben Sie Ihr GGT-Wissen erworben?
MfG!


Antwort

Sehr geehrter Herr ,

vorweg meine Ausbildung (zu Ihrer Frage 4), die Ihnen vielleicht erklärt, warum ich mich intensiver als andere Abgeordnete mit Fragen der Gentechnik beschäftige: Ich bin Biologin und habe über die Reduktionsteilung (Meiose) einer einzelligen Alge promoviert. Diese Teilung ist die Voraussetzung für die geschlechtliche Fortpflanzung, ein Teilgebiet der Genetik. Politisch bin ich mit der Gentechnik seit 1996 befasst. Das Forstgenetische Institut in Großhansdorf bei Hamburg hat im Jahr 1996 den ersten Freisetzungsversuch mit transgenen Pappeln durchgeführt. Ich habe aus diesem Anlass für die FDP-Landtagsfraktion eine Anhörung zur Grünen Gentechnik organisiert und war für die FDP-Landtagsfraktion Mitglied der Enquete-Kommission Gentechnik des Schleswig-Holsteinischen Landtags.

Doch nun zur Grünen Gentechnik:

Mir ist bewusst, dass viele Menschen das Gefühl haben, die Grüne Gentechnik bedeute ein Risiko. Sie stehen deshalb der Gentechnik skeptisch gegenüber. Diese gefühlten Risiken nehme ich sehr ernst. Aber gefühlte Risiken können kein Grund sein, die bisher als sehr sicher bewährte Züchtungsmethode Grüne Gentechnik zu verbieten oder zu behindern. In den elf Jahren des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen sind die hypothetisch als möglich erachteten Gefahren alle nicht eingetreten. Statt weiter über hypothetische Risiken zu debattieren, sollten wir die realen Chancen der Züchtungsmethode nutzen. Patrick Moore, Mitbegründer von Greenpeace und langjähriger Direktor von Greenpeace International stellt fest: "In der Abwägung ist klar: Die realen Vorteile von genetischer Modifikation überwiegen bei weitem die hypothetischen Risiken, die von den Gegnern vorgebracht werden." Er hat Recht.

Die Initiativen der FDP im Deutschen Bundestag belegen, dass wir die Zweifel der Menschen gegenüber der Grünen Gentechnik ernst nehmen. Dies ist dokumentiert in zahlreichen parlamentarischen Initiativen im Deutschen Bundestag, Anträgen und Anfragen. Zweifel ernst zu nehmen, heißt nicht, Ängste zu bestätigen, für die es keinen nachvollziehbaren Grund gibt. Zweifel ernst zu nehmen, heißt, Aufklärungsarbeit zu leisten. Deshalb bedanke ich mich für Ihre Frage, die mir eine weitere Gelegenheit gibt, auf oftmals unbeachtete Vorteile der Grünen Gentechnik aufmerksam zu machen.

Sie haben deutlich gemacht, dass Sie Zweifel an der Sicherheit der Züchtungsmethode haben. Ich will Ihnen erläutern, warum wir in der FDP Vertrauen haben in die Sicherheit der zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen.

Die in den 90er Jahren am Wissenschaftszentrum in Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang van den Daele durchgeführte Technikfolgenabschätzung hat in einem mühevollen Diskurs festgestellt, dass die Anwendung gentechnischer Züchtungsmethoden keine besonderen Risiken verursacht. Entscheidend sind die Eigenschaften neuer Sorten, nicht die angewendete Züchtungsmethode. Die Erfahrungen mit den bisher zugelassenen Sorten zeigen, dass wir den Entscheidungen von Zulassungsbehörden vertrauen können. Sowohl die rot-grüne wie auch die schwarz-rote Bundesregierung hat mir auf meine konkrete Nachfrage kein Beispiel für Schäden in der Natur durch den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nennen können und auch kein Beispiel für gesundheitliche Probleme durch den Verzehr von Produkten der grünen Gentechnik.

Die Freisetzungsrichtlinie der EU legt fest, dass in Europa die Koexistenz organisiert werden soll. Es soll der Anbau nicht gentechnisch veränderter Pflanzen neben dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen organisiert werden. Dies ist sehr wohl möglich. Wir kennen die Regeln, die eingehalten werden müssen, damit es keine Vermischung der Sorten gibt. Alle Saatgutvermehrer beweisen, dass Koexistenz organisiert werden kann. Saatgutvermehrer produzieren sortenreines Saatgut. Also funktioniert Koexistenz in der Praxis. Es ist eine Frage der Organisation und der Kenntnis der Regeln. Ein einfaches Beispiel zeigt dies. Früher war es in vielen Kirchen üblich, dass die Frauen auf der einen Seite im Kirchenschiff saßen und die Männer auf der anderen. Heute ist dies nicht mehr so gewollt, Frauen und Männer sitzen gemischt im Gottesdienst.

In unserer Natur bereiten züchterisch bearbeitete landwirtschaftliche Kulturpflanzen keine Probleme. Sie sind auf die Pflege durch den Landwirt angewiesen. Einige aus anderen Erdteilen eingeführte Wildpflanzen (Neophyta) bereiten durch ihre enorme Durchsetzungskraft gegenüber der heimischen Flora dagegen sehr große Probleme. Die Schäden, die sie verursachen gehen in die Millionenhöhe. Drei Beispiele: Die Herkulesstaude in Flusstälern, sie sieht attraktiv aus, führt bei Berührung zu Verletzungen; die Beifuß-Ambrosie wurde über Vogelfutter eingeführt, viele Menschen reagieren allergisch; die Spätblühende Traubenkirsche verdrängt andere Nutzholzarten. Ein tierischer Einwanderer ist die Kastanien-Moniermotte, die inzwischen deutschlandweit Kastanien befällt und ab August die Verfärbung des Laubes verursacht und die Kastanien schwächt.

In Bayern ist ein Bt-Mais-Monitoring an fünf Standorten über vier Jahre durchgeführt worden. Dabei wurde in sorgfältigen Untersuchungen festgestellt, dass der Anbau von Bt-Mais im Vergleich zur Bekämpfung des Maiszünslers durch chemische Pflanzenschutzmittel naturverträglicher ist. Mais hat in Deutschland keine heimischen Kreuzungspartner, kann also in die Wildflora nicht auskreuzen.

Probleme in der Ernährung bereiten in aller Regel nicht die Qualität der Lebensmittel sondern die individuelle Zusammenstellung des Speiseplans: Schokolade und Cola sind hochwertige Lebensmittel, die Ernährung ausschließlich mit Schokolade und Cola ist gleichwohl höchst ungesund. Aus zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellte Nahrungsmittel sind sicher. Die vor wenigen Tagen vorgestellte Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission (JRC) bestätigt dies. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass der gentechnisch veränderte Bt-Mais zumeist weniger Mykotoxine enthält, als herkömmlich gezüchteter Mais und daher gesünder ist. Die Resistenz gegen den Maiszünsler verhindert Sekundärinfektionen der Pflanzen durch Pilze.

Gentechnik ist in aller Munde ? viel weniger im übertragenen Sinn als ganz direkt:

In der Medizin: Es sind annähernd 100 Wirkstoffe für Arzneimittel zugelassen, die mit gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden - wichtige Medikamente wie Insulin, Impfstoffe, Herzmedikamente, Antikörper,Gerinnungsfaktoren; weitere annähernd 100 Nahrungs- und Futtermittelzusatzstoffe - Enzyme wie Chymosin, Vitamine wie Vitamin C, B2, B12 und Aminosäuren, die vorwiegend als Futtermittelzusatzstoffe insbesondere bei Schweinen und Geflügel genutzt werden - werden ebenfalls mit gentechnisch veränderten Organismen produziert. Das heißt auf nahezu jedem Frühstückstisch ist Gentechnik dabei ob bei der Butter, dem Käse oder dem Frühstücksei; 95% des in der Tierhaltung verfütterten Sojafutters ist gentechnisch verändert. Dies bedeutet auch eine Zunahme der Qualität.

Gentechnisch veränderte Pflanzen sind ein Erfolgsmodell. Indien berichtet in diesem Jahr über eine Steigerung des Anbaus von Bt-Baumwolle um 20%. Kontinuierlich werden seit elf Jahren von Jahr zu Jahr mehr gentechnisch verbesserte Pflanzen angebaut. Inzwischen geschieht dies auf über 114 Millionen Hektar (die dreifache Fläche von Deutschland), angebaut von über 10 Millionen Landwirten. Dies ist der beste Beleg für den Erfolg der Züchtungsmethode.

Züchtung ist eine alte Kulturtechnik des Menschen: zunächst durch Selektion, dann durch die Anwendung der Mendelschen Regeln, das heißt durch Kreuzung Von Pflanzen, die zumeist ohne den Eingriff des Menschen nie zusammen gekommen wären - so sind z. B. der Winterweizen gezüchtet worden und die Erdbeersorte Senga senagana, dann durch die Mutationszüchtung: Pflanzen wurden radioaktiv bestrahlt oder mit mutagenen Substanzen behandelt, um so Mutationen anzuregen, insbesondere bei der Züchtung von Gerste- und Weizensorten ist diese Methode angewandt worden, eine konsequente Weiterentwicklung der Züchtungsmethoden ist die Selektion einzelner Gene und ihre Übertragung in ein anderes Genom.

Worauf beruht die Gentechnik? Sie beruht auf der Universalität des Genetischen Codes.

Mais, botanisch gesehen eine Höhere Pflanze, kann die genetische Information eines Bakteriums, zum Beispiel des Bazillus thuringiensis lesen und das entsprechende Protein bilden, einen Wirkstoff, der für den Maiszünsler giftig wirkt. In der gentechnischen Züchtung wird die Universalität des genetischen Codes zur Züchtung genutzt. Dieses ist in meinen Augen ethisch verantwortbar.

Ich will sogar weitergehen, es ist ethisch nicht verantwortbar, wenn weiterhin die entwickelte, die reiche, die satte Welt, die Entwicklungsländer behindert, z. B. den gentechnisch veränderten Goldenen Reis zu nutzen. Dieser gentechnisch veränderte Reis kann die Menschen dort vor Erblindung und vor schweren Infektionskrankheiten wie Masern schützen. An der Universität Freiburg sind wichtige Forschungsarbeiten dafür geleistet worden. Es ist unverständlich, dass dieses Projekt zwar die Unterstützung der Bill Gates Foundation erhält nicht aber die der Kirchen bei uns im Land. Das Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften an der Universität München hat mit Unterstützung der bayrischen Landesregierung in einer Studie zur Grünen Gentechnik ein Modell zu ihrer ethischen Bewertung erarbeitet. Der Goldene Reis wird als Beispiel für eine transgene Sorte genannt, deren Weiterentwicklung und Anbau ethisch geboten sei.

"Die Gentechnik, also auch die grüne Gentechnik, zählt zu den ganz wichtigen Zukunftsbranchen. Deutschland darf hier international den Anschluss nicht verlieren..." Das hat nicht, wie Sie vielleicht erwarten, Guido Westerwelle gesagt, sondern der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt. Hubertus Schmoldt weiß, dass Deutschland schon einmal eine Zukunftschance in den Wind geschlagen und dies mit dem Verlust von Arbeitsplätzen bezahlt hat. In den 90ziger Jahren wurde die Genehmigung für den Bau einer Produktionsstätte für Humaninsulin über 13 Jahre verschleppt. Humaninsulin hat inzwischen völlig die Isolierung von Insulin aus der Pankreas von Schweinen ersetzt. 1982 wurde es in Deutschland zugelassen, aber erst 1998 konnte die Produktionsstätte zur Produktion von Humaninsulin eingeweiht werden.

Der Klimawandel hat in den letzten Wochen die Diskussion bestimmt. In einer auf Nachhaltigkeit setzenden Gesellschaft haben nachwachsende Rohstoffe, ob für die rohstoffliche oder die energetische Verwertung bestimmt, eine herausragende Bedeutung. Die Gentechnik hat gezeigt, dass sie wichtige Beiträge liefern kann. Ein Beispiel ist die Stärkekartoffel, die zur Isolierung der in der Papierindustrie verwendeten Stärke deutlich weniger Wasser und Energie braucht als die traditionellen Stärkekartoffeln, ein anderes der Bt-Mais, der gegen das Schadinsekt Maiszünsler resistent ist. Die Ausbreitung des Westlichen Maiswurzelbohrers in Bayern ist dort eine ernsthafte Bedrohung für die Landwirtschaft. Es gibt gentechnisch veränderte, resistente Sorten, die bei der Bekämpfung helfen könnten.

Wir als FDP haben den Mut, den Menschen einen politischen Vorschlag zu machen, der nicht dem Zeitgeist entspricht, der den Weg aufzeigt, die Chancen der Züchtungsmethode Gentechnik zu nutzen für die Entwicklung besserer Arzneimittel und die Entwicklung von Heilungschancen, für die Bekämpfung von Hunger und Armut in den ärmsten Ländern der Welt, die Verbesserung der Gesundheit der Menschen, die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien.

Es gibt in Deutschland sehr viele Kronzeugen für die Vorteile gentechnisch verbesserter Pflanzen für Natur, Landwirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher. Frau Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard ist eine solche Kronzeugin. Die Tübinger Biologin, deren Arbeit durch die Verleihung des Nobelpreises internationale Anerkennung gefunden hat, hat erst kürzlich in einem dpa-Gespräch auf die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile gentechnisch veränderter Pflanzen hingewiesen und festgestellt, dass es bisher keinen Fall gegeben hat, bei dem ein Schaden aufgetreten sei. In der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften sind acht Akademien vereinigt, über 1600 Wissenschaftler organisiert. Sie kommt in ihrer Stellungnahme zur Grünen Gentechnik zum Schluss, "dass in einzelnen Fällen Lebensmittel aus GVO den konventionellen Lebensmitteln in Bezug auf die Gesundheit sogar überlegen sind." ( www.akademieunion.de ) Zu Deutsch: GVO sind gesünder. Ich könnte die Liste der Kronzeugen für die Gentechnik fortsetzen.

Die Positionen der FDP stützen sich auf verlässliche Forschungsergebnisse dokumentiert unter anderem auf den unten genannten Internetseiten. Ihre Vorwürfe sind unberechtigt. Es mag sein, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht ihren Vorstellungen entsprechen, als verantwortlich handelnde Fraktion müssen wir sie gleichwohl bei unserer Meinungsbildung berücksichtigen.

Zu Ihren Fragen 1 - 3:

In Artikel 21 des Grundgesetzes heißt es: "Die Parteien wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes mit. (...) Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben." Das Grundgesetz hat den Parteien somit eine Aufgabe übertragen. Es ist nur konsequent, dass die Parteien bei der Finanzierung dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Die Parteienfinanzierung ist gesetzlich geregelt. Sie finanzieren sich im Wesentlichen aus Mitgliedsbeiträgen, der Wahlkampfkostenerstattung, deren Höhe vom Wahlergebnis abhängig ist, sowie aus Spenden, die von Privatpersonen, Verbänden und Unternehmen geleistet werden. Die Rechenschaftsberichte der Parteien werden veröffentlicht. Über Spenden, die unter der gesetzlich vorgeschriebenen Meldepflicht liegen, habe ich keine Kenntnis. Ich selbst habe zu keiner Zeit eine Spende von einem in der Biotechnologie tätigen Unternehmen erhalten. Mir sind kein Kollege und keine Kollegin bekannt, die neben der Mandatstätigkeit eine Anstellung bei einem Unternehmen haben. Sehr viele meiner Kolleginnen und Kollegen sind ehrenamtlich tätig, z. B. in der Kommunalpolitik oder in verschiedenen Vereinen. Über meine ehrenamtliche Tätigkeit informiere ich auf meiner Internetseite www.happach-kasan.de.

Die Ihren Fragen zugrundeliegende Vermutung, dass Positionen der FDP von Unternehmensspenden beeinflusst werden, trifft nicht zu.

Es ist eher zu fragen, warum konkurrierende Parteien trotz der sehr eindeutig erwiesenen Vorteile gentechnisch verbesserter Pflanzen dennoch eine Politik der Behinderung dieses Züchtungsverfahren betreiben. Diese Parteien orientieren sich in ihren Positionen nicht am Gemeinwohl, sondern sie wollen die in der Bevölkerung vorhandene ablehnende Stimmung gegen die Gentechnik für sich nutzen. Sie verstärken vorhandene Ängste, statt darüber aufzuklären, dass diese Ängste völlig unbegründet sind. Wir Liberale lehnen Angstkampagnen ab. Nur wer keine Angst hat, hat auch die Freiheit zur eigenen Entscheidung.

Mit freundlichen Grüßen

Christel Happach-Kasan


Einige weitere Literaturtipps:

Gute Informationen zur biologischen Sicherheitsforschung in Deutschland gibt es auf der Internetseite: www.biosicherheit.de , allgemeine Informationen über die weltweite Entwicklung der Gentechnik sind auf der Internetseite www.transgen.de zu finden.

Artikel: "An den Wurzeln der Gentechnik" (Max Planck Forschung, Heft 2, 2008): www.mpg.de

Im liberal-Vierteljahresheft habe ich zwei längere Artikel zum Thema Gentechnik veröffentlicht:
www.happach-kasan.de
www.happach-kasan.de

Fragen zur Grünen Gentechnik beantwortet das MPI unter:
mpiz-koeln.mpg.de

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