Schleswig-Holstein

Mittwoch, 8. September 2010
Happach-Kasan: Bundesregierung beschließt zukunftsweisendes Energiekonzept

Zum Energiekonzept der Bundesregierung und zu den Auswirkungen im Wahlkreis erklärt die FDP-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Dr. Christel Happach-Kasan: Erstmals hat eine Bundesregierung einen schlüssigen Fahrplan vorgelegt, der Erneuerbaren Energien einen Anteil von 50 Prozent an der Primärenergieversorgung und sogar 80% bei der Stromversorgung zuweist und der Kernenergie eine klar definierte Brückenfunktion gibt. Die Koalitionsparteien setzen damit das Mandat um, dass sie bei der Bundestagswahl erhalten haben. Das Konzept ist nicht nur engagiert, sondern vor allem auch realistisch wie ein Blick auf die Situation im Wahlkreis zeigt: Der Bau von Windenergieanlagen vor der Küste ist nur dann sinnvoll, wenn der Strom dorthin gelangt, wo er auch verbraucht wird, beispielsweise in Ballungszentren wie Nordrhein-Westfalen. Hierfür fehlen zur Zeit fast 750 km Hochspannungstrassen. Deren umwelt- und sozialverträgliche Errichtung macht Planungszeiträume erforderlich, die realistischerweise eher in Jahrzenten als in Jahren zu messen sind. Wer diese Trassen aus dem Boden stampfen will, muss eine Bürgerbeteiligung weitgehend ausschließen. Die FDP will das nicht. Mit dem Pumpspeicherwerk in Geesthacht verfügt der Kreis über die einzige nennenswerte Anlage in Schleswig-Holstein, in der elektrische Energie aus fluktuierenden Quellen gespeichert werden kann, zum Beispiel für Spitzenlast oder für wind- und sonnenarme Zeiten. Der Zubau weiterer Anlagen ist kaum möglich. Erst der Einsatz intelligenter Netze wird den Speicherbedarf senken. Die Forschungen hierzu befinden sich noch in den Kinderschuhen. Um den zügigen Ausbau Erneuerbarer Energien bis hin zu den international vereinbarten Zielen zu erreichen, braucht es Zeit und Geld. Beides wird durch die verlängerte Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke erreicht. Durch die Abschöpfung erheblicher Teile der zusätzlichen Erlöse der Energieerzeuger werden Milliarden für den Ausbau Erneuerbarer Energien zur Verfügung gestellt. Mit den zusätzlichen Strommengen wird CO2-freie Energie bereitgestellt bis erneuerbare Energieträger diese Mengen zuverlässig ersetzen können. Für den Kreis Herzogtum Lauenburg hat das einige positive Nebeneffekte: Das KKW Krümmel bleibt als einer der größten Steuerzahler dem Kreis länger erhalten, ebenso wie die mehr als 500 hochqualifizierten Arbeitsplätze. Das nützt der Stadt Geesthacht aber auch dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Das 39-seitige Papier der Bundesregierung beschreibt realistisch den Einstieg des Industriestandortes Deutschland in das Zeitalter der erneuerbaren Energie. Wer es auf die zwei Seiten zum Thema Kernenergie verkürzt, hat es nicht gelesen oder will es nicht verstehen. Lautstarke Proteste der Grünen können nicht darüber hinwegtäuschen: Ein in sich geschlossenes Konzept zur nachhaltigen, CO2-armen und bezahlbaren Energieversorgung habe sie währen ihrer Regierungsbeteiligung nie beschlossen.

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