Landwirtschaft

Freitag, 3. September 2010
HAPPACH-KASAN: Finanzmarktgetriebene Spekulation mit Agrarrohstoffen zügeln

BERLIN. Anlässlich der Vorstellung der „Erntebilanz 2010 und Entwicklung auf den internationalen Märkten” durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die vom Finanzmarkt getriebene Spekulation mit Agrarrohstoffen muss kritisch überprüft und durch praxistaugliche und marktkonforme Instrumente gezügelt werden. Das zeigen die aktuellen Diskussionen über Maßnahmen zur Kappung von Preisspitzen im internationalen Agrarhandel und zur Abfederung von Finanzspekulationen an den Agrarmärkten. Hier darf aber eine pauschale Dämonisierung des realen Agrarhandels oder jeglicher Finanzspekulationen nicht das Ziel oder Ergebnis darstellen. Denn steigende Preise sind im Interesse der Landwirte, machen den Agrarsektor ökonomisch attraktiv und sichern das Einkommen der Landwirte und damit die Produktion. Dieses ist gerade auch zur Bekämpfung des Hungers in Entwicklungsländern zwingend erforderlich. Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland müssen keine explodierenden Brotpreise wegen steigender Getreidepreise befürchten, da der Anteil des Weizenpreises in Brötchen verschwindend gering ist. Die Wiederbelebung verfehlter Instrumente der gescheiterten EU-Agrarpolitik muss verhindert werden. Die staatliche Einlagerung von Agrargütern (Intervention) darf nur in Notsituationen zum Zuge kommen. Ansonsten drohen erneut für den Steuerzahler teure Butterberge und Milchseen sowie die Konservierung ineffizienter Produktionsstrukturen. Die Erntebilanz 2010 fällt deutlich schlechter als im Vorjahr aus. Im Gegensatz für die dafür verantwortlichen Wetterkapriolen ist die Agrarpolitik der christlich-liberalen Bundesregierung durch Planungssicherheit und Verlässlichkeit für die heimischen Landwirte geprägt.

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