NaWaRo / Wald

Donnerstag, 11. November 2004
Die Rosskastanie, Baum des Jahres 2005, rückt unsere Kulturlandschaft in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

Anläßlich der Wahl der Rosskastanie zum Baum des Jahres erklärt die Forstexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN:



Das Kuratorium Baum des Jahres hat für 2005 die Rosskastanie zum Baum des Jahres ernannt. Das Kuratorium rückt damit in diesem Jahr einen Baum der Kulturlandschaft in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Im 16. Jahrhundert wurde die Art aus dem Balkan nach Mitteleuropa eingeführt. Dort hatte sie die Eiszeit überdauert. Um 1900 war die Rosskastanie der Modebaum, der in Landschaftsparks und großen Gärten der Güter, aber auch als Alleebaum gern gepflanzt wurde. Die braunglänzenden Früchte werden gern gesammelt, für Bienen sind die frühen Blüten eine wichtige Nahrungsquelle, aber das Holz der Kastanie ist ohne Wert. Akut ist die Kastanie durch die Miniermotte gefährdet, die aus Mazedonien eingeschleppt wurde. Die weitere Verbreitung der Motte kann zur Zeit nur durch das Verbrennen des Laubes im Herbst verhindert werden. Die FDP begrüßt, dass mit der Kastanie die Kulturlandschaft und damit auch die Notwendigkeit ihrer Pflege in den Mittelpunkt gerückt wird. Die Schönheit blühender Kastanien macht sie im Bild der Städte zu einer besonderen Attraktion. Allerdings ist die nichtheimische Rosskastanie nders als heimische Buchen, Eichen und Linden als Nahrungspflanze für Insekten und damit für den Natur- und Artenschutz ohne Bedeutung. Trotz der Freude über den schönen Baum darf die Bedrohung unserer Wälder durch die Versauerung der Böden und trockene Witterung nicht in Vergessenheit geraten.

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