Schleswig-Holstein

Mittwoch, 11. August 2010
Happach-Kasan besucht BQG-Produktionsschule

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan besuchte während der Sommerpause die Produktionsschule der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft in Ratzeburg. Im Frühjahr war eine Gruppe von 25 Jugendlichen zu Besuch im Deutschen Bundestag gewesen. Jetzt wurde das Gespräch mit den Jugendlichen nachgeholt.

Im Gespräch erläuterte die Abgeordnete ihren Alltag in Berlin, stellte dar wie ein Gesetz entsteht und ermutigte die Jugendlichen, sich für politische Entscheidungen zu interessieren und zur Wahl zu gehen. Die Jugendlichen schilderten ihre eigenen Lebensumstände und berichteten über ihre persönlichen Zielvorstellungen. Bei allen war ein wesentliches Thema der Erwerb des Hauptschulabschlusses oder eines verbesserten Realschulabschlusses. Die Einführung eines zweiten Prüfungstermins im Jahr für die Ablegung der Hauptschulprüfung durch die christlich-liberale Koalition in Kiel wurde als sehr sinnvoll eingeschätzt. Er stärkt die Motivation der Jugendlichen.

Die von den Jugendlichen angesprochenen Themen entstammten ihrer eigenen Erfahrungswelt. Ein vorherrschendes Thema war der Alkohol, die Tatsache, dass jeder Freunde hatte, die zu viel tranken. Die Befolgung des Jugendschutzgesetzes wurde von den Jugendlichen als zu lasch angesehen: Bier, Wein und Sekt darf an Jugendliche über 16 Jahre verkauft werden, Schnaps und Alkopobs erst an Jugendliche über 18 Jahren.

Der Geschäftsführer der BQG, Alexander Willberg, erläuterte das Konzept der Produktionsschule. Sie wird im Wesentlichen über die ARGE und in geringem Umfang über das Land Schleswig-Holstein gefördert und bietet 51 Teilnehmerplätze. Jugendliche ohne Hauptschulabschluss erhalten vorbereitenden Unterricht für den Hauptschulabschluss. Zentrales Thema der Produktionsschule ist die Grundüberholung und Reparatur von Segelflugzeugen. Dafür sind verschiedenste Holz-Metall-Lackierarbeiten erforderlich. Tobias Enke, Tischler mit der Fachrichtung Segelflugbau, ist der Werkstattleiter. In Schleswig-Holstein gibt es zurzeit 9 Produktionsschulen. Die Idee stammt aus Dänemark. 

Die Abgeordnete betonte: „Solche Einrichtungen sind unverzichtbar, um Menschen, die aus verschiedenen Gründen in Schule oder Ausbildung gescheitert sind, eine zweite Chance zu geben und ihnen durch gezielte Unterstützung zum Erfolg zu verhelfen. Wir dürfen niemand aufgeben.“

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