Grüne Gentechnik

Donnerstag, 29. Juli 2010
HAPPACH-KASAN: Feldzerstörung ist kriminell - sonst nichts

BERLIN. Zu der Beschädigung eines Feldes mit der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora in der Nähe von Zepkow, Mecklenburg-Vorpommern, erklärt die Sprecherin für Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:
 
Die Beschädigung eines Feldes und den dort angebauten gentechnisch veränderten Kartoffeln ist eine kriminelle Handlung und sonst nichts. Demonstrationen sind vom Grundgesetz geschützt, die Demonstranten aber stehen nicht über dem Gesetz. Die Kartoffel wurde von der EU-Kommission auf der Grundlage der Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugelassen, die Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) befürwortet den Anbau in Deutschland. Die Produktion von Stärke aus der Amflora-Kartoffel spart Wasser und Energie. Sie hat somit Vorteile für die Umwelt.

Das in der Amflora enthaltene Antibiotikaresistenzmarkergen nptII wurde aus natürlichen Bakterienstämmen isoliert, die überall im Boden oder im Verdauungstrakt von Mensch und Tier vorkommen. Es ist in der Natur weit verbreitet. Es ist, als würde man, statt das Frühstücksei zu salzen, Salz in derselben Menge in die Nordsee schütten. Die Biologie des Meeres würde dadurch nicht verändert werden. Genauso wenig wird die Biologie der Umwelt durch die Amflora verändert.

Die Kartoffel hat in Deutschland keine heimischen Kreuzungspartner. Die Möglichkeit der Auskreuzung besteht daher nicht. Sie ist zudem ein Selbstbefruchter, wird von blütenbestäubenden Insekten selten angeflogen.
Schließlich läuft der Patentschutz auf die Amflora im kommenden Jahr aus, so dass die Kartoffel dann frei angebaut und vermehrt werden kann.

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