Ernährung

Montag, 12. Juli 2010
Holzhackschnitzel, Gewächshaus-Abwärme, Photovoltaik-Freiflächenanlage: FDP-Landesfachausschuss auf Sommerexkursion

Der Fachausschuss Landwirtschaft des FDP-Landesverbands Schleswig-Holstein hat seine Sommerexkursion dem Thema Erneuerbare Energien gewidmet. Ziel der Exkursion waren drei Betriebe in Dithmarschen: Eine Holzhackschnitzelheizung, ein Gewächshaus mit Abwärmenutzung und eine Photovoltaik-Freiflächenanlage.

Deutschland hat sich verpflichtet, dass bis 2020 der Anteil des Primärenergieverbrauchs 20% beträgt. Derzeit beträgt er etwa 9%. Die FDP tritt für einen zügigen Ausbau Erneuerbarer Energien ein. Das stärkt die Nachhaltigkeit der Energieproduktion und trägt zur Wertschöpfung in den ländlichen Räumen bei. Da in Deutschland die Hälfte des Energieverbrauchs in Form von Wärme genutzt wird, ist der Ausbau Erneuerbarer Wärme von besonderer Bedeutung.

Unter der Leitung von Britta Reimers MdEP, stellvertretende Vorsitzende des Landesfachausschusses, begleitet von Dr. Christel Happach-Kasan MdB, agrarpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, sowie Günter Hildebrand MdL, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und Oliver Kumbartzky MdL aus Dithmarschen, besichtigte der Ausschuss die Holzhackschnitzelheizung auf dem Betrieb von Ralf Steffens in Albersdorf. Der Betrieb verarbeitet das Holz aus den eigenen Knicks zu Hackschnitzeln. Die ursprünglich bestehende Ölheizung  wurde durch die Hackschnitzelheizung ersetzt, statt Heizöl werden Hackschnitzel verbrannt. Probleme bereiten allerdings noch die Staubemissionen.

Das nächste Ziel war die Gewächshausanlage der Vitarom Frischgemüse GmbH und Co. KG im Gewerbepark Westküste in Hemmingstedt. Der Gewerbepark nutzt die Abwärme der Erdölraffinerie. Ökonomie und Ökologie gehen Hand in Hand, die Raffinerie kann auf Kühltürme verzichten. Derzeit werden auf 12 Hektar unter Glas Tomaten und Paprika angebaut. Geplant ist die Erweiterung auf 24 Hektar. Eine Kostprobe der kleinen Tomaten überzeugte alle von deren Qualität.

Letztes Ziel war die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage Norddeutschlands in Meldorf-Ammerswurth. Auf 23 Hektar Ackerfläche hat die Solarenergie Nord GmbH und Co. KG Photovoltaikanlagen errichtet. Das Vorhaben, die Fläche zu erweitern, musste wegen der Novellierung des EEG abgebrochen werden. Christel Happach-Kasan erläuterte den in der vergangenen Woche im Bundesrat verabschiedeten Kompromiss: „Die Novellierung des EEG ist notwendig geworden, da der beschleunigte Zubau von Photovoltaik-Anlagen im vergangenen Jahr, verursacht durch unerwartet niedrige Preise für die Module, zu hohen finanziellen Belastungen der Stromkunden geführt hat. Die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung wird von 31,94 Cent in 2009 auf 25,30 Cent ab dem 1.10.2010 gesenkt, der Zubau auf Ackerflächen eingeschränkt, um eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion zu vermeiden. Zudem erfordert der weitere Zubau fluktuierender Stromquellen wie Wind und Photovoltaik verstärkte Investitionen in das Leitungsnetz und die Speichertechnik. Im Jahr stehen nur maximal 1000 Stunden Sonnenstrom zur Verfügung bei insgesamt 8760 Jahresstunden.“

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema