Grüne Gentechnik

Mittwoch, 24. November 2004
Ohrfeige für Frau Künast - Koexistenz ist mit einfachen Regeln möglich

Zu den Ergebnissen des Erprobungsanbaus mit gentechnisch verändertem Mais erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN:



Koexistenz ist möglich. Dies ist das Fazit des Erprobungsanbaus von gentechnisch verändertem Mais auf 28 Standorten in 7 Bundesländern. Dazu müssen einfache Regeln befolgt werden, die von den Landwirten leicht umzusetzen sind. Für Mais werden die Regeln bestätigt, die in den Niederlanden zwischen Landwirten und Züchtern vereinbart wurden. 25 m Abstand sind mehr als genug. Diese Ergebnisse entlarven Frau Künast als Ideologin ohne Augenmaß und Sachverstand. Sie wollte einen Abstand von 1000 m vorschreiben. Es ist offensichtlich, dass es besser ist, wenn der Staat sich bei der Regelung der Koexistenz zurückhält. Die FDP fordert die Bundesregierung auf, auf die geplante Verordnung zur guten fachlichen Praxis zu verzichten. Die Saatgutunternehmen haben die erforderlichen Kenntnisse, um die zur Koexistenz erforderlichen Regeln festzulegen, die Bundesregierung hat sie nicht. Die jetzt von Sachsen-Anhalt in Aussicht genommene Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht gegen das Gentechnikgesetz ist nur der zweitbeste Weg. Der beste wäre eine umfassende Änderung der Gentechniknovelle, die die Erkenntnisse des Erprobungsanbaus und die Erfordernisse für die Forschung berücksichtigt. Der Direktor des Max-Planck-Instituts hat sich deswegen mit einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten gewandt. Doch dazu fehlt Rot-Grün der Wille und die Kraft. Bundeskanzler Schröder hat 2004 zum Jahr der Innovationen ausgerufen. Glaubwürdig ist er in dieser Frage nur, wenn er sich gegenüber dem grünen Koalitionspartner durchsetzt.

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